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Der große Brand in Syke (1808) |
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Es ist Anfang April 1808, an einem Sonnabendmorgen. Nahe dem westlichen Ende des Ortes, beim Bürger Nüstedt, bricht Feuer aus. Schnell wird die Spritze vom Amtshof geholt (das heutige Kreishaus). Aber sie zeigt sich dem mächtigen auflodernden Brand nicht gewachsen. Ein heftiger Wind peitscht die Flammen an und lässt sie auf das Strohdach des Nachbarhauses überspringen. Bald stehen auf dieser und der gegenüberliegenden Straßenseite mehrere Häuser in Flammen, und mit Entsetzen erkennt die Bevölkerung, dass dem ganzen Ort Einäscherung und Vernichtung droht. Es werden Reiter zu den Nachbarorten gesandt und eilens kommen die Feuerwehren von Brinkum, Leeste, Vilsen, Bassum u. Harpstedt den Sykern zur Hilfe. Sechs Spritzen nehmen den Kampf auf gegen das immer entfesselter werdende, rasende Element. Aber alle Anstrengungen bleiben vergeblich. Man versucht eine weitere Ausdehnung des Brandes dadurch zu verhindern, dass man mehrere Häuser einreißt. Auch dieses bringt nicht den erhofften Erfolg. Endlich, um 12.00 Uhr mittags, gelingt es des Feuers insofern Herr zu werden, als wenigstens ein Weitergreifen der Flammen verhindert wird. Aber wie sieht es um diese Zeit im Orte aus? Vom Flecken Syke ist nicht viel übrig geblieben. Nur 6 Häuser stehen noch, 83 sind in rauchende Schutt- und Trümmerhaufen verwandelt. 95 Familien (401 Menschen) sind obdachlos geworden und haben mit ihren Wohnstätten auch fast ihr gesamtes Hab und Gut verloren.
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